Don House ist von seinem Schützling überzeugt. Derzeit bereitet der 54-Jährige den deutschen Marco Huck (38-2-1, 26 K.o.‘s) auf die rekordbrechende 14. Titelverteidigung gegen Krzysztof Glowacki (24-0, 15 K.o.‘s) vor. Doch bevor es am 14. August im Prudential Center von Newark, New Jersey zum WBO-WM Kampf im Cruisergewicht kommt bereitet sich das neue Gespann seit Ende Juni in Las Vegas vor. Genug Zeit für dem Amerikaner, um sich ein genaueres Bild vom Super-Champion zu machen. Wie dieses aussieht und was er von dem Pflichtherausforderer hält, erzählt er in diesem Interview.

Don House, momentan bereiten Sie Ihren neuesten Schützling Marco Huck auf seinen bevorstehen Kampf vor. Wie war Ihr Eindruck, als Sie sich das erste Mal trafen?

Don House: Mein erster Eindruck war, das Marco ein rohes Talent ist. Er hat eine Urgewalt in sich, einen natürlichen Killerinstinkt. Er steigt in den Ring, um anderen wehzutun und es ist ihm egal wie er das macht, was natürlich sehr unterhaltsam für den Zuschauer ist. Ich will aber noch ein bisschen an ihm feilen. Ich will das er mehr mit seinem Kopf kämpft und gewinnt, und weniger auf Hauruck.

Was meinen Sie mit rohem Talent? Er ist ja schon seit über zehn Jahren Teil des Profigeschäftes und trägt den Titel der WBO seit fast sechs.

Don House: Wenn ich sage roh dann meine ich das er hauptsächlich mit seinem Herzen boxt. Wenn seine Gegner vor ihm stehen, will er deren Kopf abreißen. Das ist vielleicht nicht immer hübsch anzusehen aber wirksam. Ich will seinen Stil etwas angenehmer fürs Auge machen. Er ist schon jetzt ein Kämpfer, der seinen Titel 200 mal verteidigen könnte, ich möchte aber nicht, dass er sich jedes Mal dabei total verausgabt.

Das derzeitige Trainingslager in Las Vegas begann Ende Juni. Was hat Huck in den letzten fünf Wochen alles dazu gelernt?

Don House: Unser Camp läuft sehr gut. Er lernt täglich etwas Neues und ist sehr wissbegierig. Er versteht genau was ich von ihm will und sieht wie es ihn voran bringen wird. Zurzeit ist es manchmal noch schwer, das gelernte im Ring umzusetzen, aber man merkt schon jetzt dass es immer besser wird.

In welchem Bereich hat sich Marco bisher am meisten entwickelt? 

Don House: Er fängt an zu verstehen, was der Jab alles bewirken kann. Das gefällt mir sehr und man sieht, wie er ihn immer mehr benutzt. Die Führhand ist einer der grundlegendsten und wichtigsten Schläge im Boxen.

Wo wird der Weg von Huck unter Ihrer Leitung hinführen?

Don House: Wenn er wollte, könnte er seine Karriere als König des Cruisergewichts beenden. Doch ich weiß, dass er es mit den schweren Jungs aufnehmen möchte und ich bin mir 100% sicher, dass er groß und stark genug ist, um genau das zu tun. Er ist der zukünftige Weltmeister im Schwergewicht. Ich weiß, dass er zum Beispiel schon jetzt Deontay Wilder bezwingen würde. Als Trainer würde ich es natürlich bevorzugen, wenn er erst zwei Kämpfe gegen mittelmäßige Gegner wie Bryant Jennings und Eddie Chambers bestreiten würde, doch Marco will am liebsten sofort gegen die Besten ran.

Für den Moment heißt die Zukunft allerdings Krzysztof Glowacki. Was halten Sie von ihm?

Don House: Idealerweise hätte ich mir für unseren ersten gemeinsamen Kampf einen Normalausleger ausgesucht. Jetzt müssen wir aber einen Rechtsausleger bezwingen der einen lupenreinen Rekord hat. Das was ich von Glowacki gesehen habe macht mir aber nicht zu viele Sorgen.

Wie sieht Ihre Vorhersage für den Kampf aus?

Don House: Marco wird gewinnen, daran gibt es überhaupt keinen Zweifel. Ich kann nicht sagen, ob es ein frühzeitiger Sieg wird oder ob es über die Runden geht. Angesetzt sind jedenfalls zwölf Runden und dafür trainieren wir auch. Wenn er es innerhalb von einer schafft freue ich mich natürlich auch.

 

 

 

 

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